
Bild von Petra Tielen: Engel der Freiheit auf Leinwand
„Manchmal merken wir erst, wie wenig frei wir uns fühlen, wenn wir beginnen, unsere eigenen Entscheidungen bewusster zu hinterfragen."
Freiheit klingt zunächst nach etwas ganz Großem. Nach Unabhängigkeit, nach der Möglichkeit, tun und lassen zu können, was wir wollen, unser Leben selbst zu bestimmen – ohne Verpflichtungen, ohne Regeln und ohne das Gefühl, von anderen abhängig oder fremdbestimmt zu sein.
Aber Freiheit beginnt für mich viel früher.
Sie beginnt bei einer ganz persönlichen Frage: Was möchte ich eigentlich?
Nicht, was von mir erwartet wird. Nicht, was für andere richtig oder vernünftig ist. Nicht, was ich gelernt habe oder was ich bisher immer so gemacht habe.
Sondern: Was ist meine eigene Entscheidung? Was fühlt sich für mich wirklich stimmig an?
Denn oftmals übernehmen wir Vorstellungen, Werte und Verhaltensweisen, ohne sie jemals bewusst ausgewählt, oder überhaupt je darüber nachgedacht zu haben. Wir lernen früh, wie wir sein sollen, was von uns erwartet wird und dass es besser ist, sich anzupassen und nicht aufzufallen. Später erfüllen wir vielleicht Erwartungen, passen uns an, vermeiden Konflikte oder sagen „Ja“, obwohl wir eigentlich „Nein“ meinen.
Und irgendwann kann es passieren, dass wir gar nicht mehr genau wissen, was wir selbst eigentlich wollen.
Wir treffen Entscheidungen, weil man es eben so macht. Wir bleiben in Situationen, weil eine Veränderung unbequem wäre. Wir halten an Beziehungen, Rollen oder Gewohnheiten fest, weil wir Angst davor haben, etwas Vertrautes loszulassen. Und manchmal auch, weil wir gar nicht mehr so genau wissen, was wir selbst eigentlich brauchen, was wir uns wünschen und was sich für uns wirklich stimmig anfühlt.
Von außen kann unser Leben dabei vollkommen frei aussehen. Wir können unseren Alltag selbst gestalten, unseren Beruf wählen, reisen, unsere Zeit einteilen und viele Entscheidungen selbst treffen.
Und trotzdem können wir uns innerlich unfrei fühlen.
Vielleicht beginnt Freiheit deshalb nicht damit, alles tun zu können, was wir wollen. Vielleicht beginnt sie damit, überhaupt wieder zu spüren, was wir eigentlich wollen.
Auf dem Weg zu mir selbst habe ich erkannt, dass Freiheit nicht bedeutet, einfach alles tun zu können.
Freiheit bedeutet für mich vielmehr, bewusst entscheiden zu können.
Dazu gehört manchmal, ein altes Muster zu erkennen und es nicht mehr automatisch weiterzuführen. Ein „Nein“ auszusprechen, obwohl ich früher vielleicht immer „Ja“ gesagt hätte. Eine Grenze zu setzen. Etwas loszulassen, das mir nicht mehr guttut. Oder den Mut zu haben, einen Weg einzuschlagen, den andere vielleicht nicht verstehen und vielleicht sogar verurteilen.
Das kann herausfordernd sein.
Denn Freiheit bedeutet auch, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Wenn ich frei entscheiden möchte, kann ich die Verantwortung dafür nicht an andere abgeben. Ich darf mich fragen, was ich wirklich möchte, welche Konsequenzen eine Entscheidung haben kann und ob ich bereit bin, diese auch zu tragen.
Ich kann nicht immer beeinflussen, was im Außen geschieht. Ich kann nicht bestimmen, wie andere Menschen reagieren oder welche Situationen mir im Leben begegnen. Aber ich kann mich fragen, wie ich damit umgehen möchte und welche Entscheidung für mich stimmig ist.
Und manchmal bedeutet Freiheit auch, eine Entscheidung zu treffen, die nicht die bequemste ist. Vielleicht braucht es Mut, eine Grenze zu setzen, etwas loszulassen oder einen neuen Weg einzuschlagen.
Die freiste Entscheidung ist deshalb nicht immer die, die am leichtesten ist – sondern manchmal die, bei der ich spüre: Das ist für mich richtig. Das ist meine Entscheidung für mich.
Auch hier ist Reiki für mich eine Unterstützung.
Wenn ich mir Reiki gebe, werde ich ruhiger. Ich komme aus dem Funktionieren heraus und wieder mehr bei mir an.
Und aus dieser Ruhe heraus kann ich manchmal besser unterscheiden: Was möchte wirklich ich – und was glaube ich nur tun zu müssen? In der Stille wird meine eigene innere Stimme wieder deutlicher, und ich kann besser wahrnehmen, was für mich wirklich stimmig ist.
Reiki gibt mir keine Entscheidungen vor.
Aber es hilft mir, still zu werden und mich selbst wahrzunehmen. Und manchmal wird genau dadurch etwas klarer, das im Lärm des Alltags untergegangen ist.
Vielleicht brauche ich nicht sofort eine Antwort.
Vielleicht reicht es, erst einmal wahrzunehmen, was in mir geschieht.
Was fühlt sich weit an?
Was fühlt sich eng an?
Was gibt mir Kraft?
Was kostet mich immer wieder Kraft?
Und wo treffe ich Entscheidungen aus Vertrauen – und wo aus Angst?
Je besser ich mich selbst kenne, desto freier kann ich entscheiden, was ich wirklich will.
Freiheit bedeutet für mich deshalb auch, mir zu erlauben, ich selbst zu sein.
Nicht die Version von mir, die andere vielleicht lieber hätten. Nicht die Frau, die ich irgendwann gelernt habe zu sein. Sondern diejenige, die ich heute bin – mit meiner Geschichte, meinen Erfahrungen, meinen Stärken und meinen Grenzen.
Und gleichzeitig darf ich mich verändern.
Ich darf mich neu entscheiden. Ich darf meine Meinung ändern. Ich darf einen anderen Weg wählen als früher. Ich darf feststellen, dass etwas nicht mehr zu mir passt, und etwas Neues ausprobieren.
Vielleicht ist genau das Freiheit:
Nicht festgelegt zu sein.
Nicht durch die Vergangenheit.
Nicht durch Erwartungen.
Nicht durch alte Muster.
Sondern immer wieder die Möglichkeit zu haben, bewusst neu zu wählen.
Vielleicht können wir nicht immer frei entscheiden, was uns im Leben begegnet.
Aber wir können immer wieder neu entscheiden, wie wir uns selbst darin begegnen.
Wir können lernen, unserer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Unsere Grenzen ernst zu nehmen. Unsere Bedürfnisse wahrzunehmen. Und den Mut zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen, die wirklich zu uns passen.
Reiki kann uns dabei begleiten – nicht indem es uns sagt, welchen Weg wir wählen sollen, sondern indem es uns immer wieder zu uns selbst zurückführt. Denn erst wenn wir uns selbst wieder wahrnehmen, können wir spüren, was für uns wirklich stimmig ist und welche Entscheidung zu uns passt.
Denn vielleicht beginnt Freiheit genau dort:
Wenn ich aufhöre, nur danach zu fragen, was von mir erwartet wird, und beginne, mich selbst zu fragen, was ich wirklich möchte.
Und mir dann erlaube zu wählen.
Nicht immer alles.
Aber immer wieder mich selbst.
Freiheit beginnt in mir.

In diesem Blog teile ich Wissenswertes über das traditionelle Usui Reiki, spirituelle Impulse und Gedanken, die den Alltag mit mehr Achtsamkeit, Vertrauen und innerer Verbundenheit bereichern können.
Jeder Lichtblick ist eine Einladung zum Innehalten. Vielleicht begleitet Sie der eine oder andere Gedanke ein Stück auf Ihrem Weg.

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Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung
bin ich gerne für dich da.
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