
Bild von Petra Tielen: Engel des Vertrauens auf Leinwand
„Wir können nicht alles beeinflussen, was uns im Leben begegnet. Aber wir können lernen, uns selbst auch dann Halt zu geben, wenn das Leben uns herausfordert.“
Wir alle bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Wir wachsen in unterschiedlichen Familien auf, machen unterschiedliche Erfahrungen und gehen unsere ganz eigenen Wege. Manche Erlebnisse prägen uns ein Leben lang, andere verändern uns erst Jahre später.
So unterschiedlich unsere Geschichten auch sind – eines verbindet uns: Wir sind noch nicht am Ende unseres Weges.
Wir haben alle unsere Themen. Ängste, Sorgen, Zweifel. Manchmal geraten wir in Wut oder verlieren die Geduld. Manchmal fällt es uns schwer, dankbar zu sein für das, was uns das Leben gerade präsentiert.
Auch ich kenne diese Momente.
Reiki hat mich tatsächlich verändert – und nach fast 20 Jahren staune ich manchmal selbst darüber, wie sehr sich mein Umgang mit mir selbst und mit dem Leben gewandelt hat.
Vieles, was mich früher schnell aufgewühlt hat, ist leiser geworden: meine Wut, meine Sorgen und meine Ängste. Ich bin gelassener und ruhiger geworden und kann Herausforderungen heute oft anders begegnen als früher. Ich schaffe das nicht immer – aber immer öfter.
Nicht, weil mein Leben frei von schwierigen Situationen geworden wäre, sondern weil sich mein Umgang mit dem, was mir begegnet, verändert hat.
Reiki hat mir geholfen, immer wieder bei mir selbst anzukommen, innezuhalten und aus einer anderen Perspektive auf das Leben zu schauen. Und genau darin liegt für mich eine der schönsten Wirkungen von Reiki: Es verändert nicht das Leben um mich herum – aber es kann verändern, wie ich ihm begegne.
Mit Reiki habe ich etwas gefunden, das ich selbst tun kann - in jeder Situation.
Ich muss nicht darauf warten, dass sich im Außen etwas verändert. Ich kann mich selbst unterstützen. Ich kann innehalten, meine Hände auflegen und mich wieder mit mir selbst und der universellen Reiki-Energie verbinden.
Ich habe es selbst in der HAND.
Für mich ist Reiki deshalb ein wesentlicher Teil meiner Selbstfürsorge geworden – gerade dann, wenn das Leben turbulent wird oder mich vor besondere Herausforderungen stellt.
Wenn ich mir in einer solchen Situation Zeit für Reiki nehme, muss ich nichts leisten und nichts lösen. Ich darf einfach sein, zur Ruhe kommen, loslassen und spüren, wie mein Körper und meine Gedanken sich langsam entspannen.
Und manchmal entsteht genau aus dieser Ruhe und Entspannung etwas, das man nicht erzwingen kann: ein Gefühl von Vertrauen. Vertrauen darauf, dass sich ein Weg zeigen wird und dass ich nicht auf alles sofort eine Antwort haben muss und dass am Ende alles gut wird.
Reiki hat mich gelehrt, dass Vertrauen nicht bedeutet, keine Angst mehr zu haben. Auch nach vielen Jahren gibt es Situationen, in denen ich unsicher bin, mir Sorgen mache oder nicht weiß, wie etwas ausgehen wird.
Aber ich habe gelernt, diesen Gefühlen nicht mehr unbedingt die Führung zu überlassen.
Vertrauen bedeutet für mich heute vielmehr, auch mit meiner Angst weitergehen zu können. Nicht darauf warten zu müssen, dass erst alle Zweifel verschwinden, bevor ich den nächsten Schritt wage.
Ich darf Sorgen haben und trotzdem darauf vertrauen, dass sich ein Weg zeigen wird.
Ich darf etwas nicht verstehen und trotzdem akzeptieren, dass ich nicht auf jede Frage sofort eine Antwort brauche.
Ich darf einen Moment nicht wissen, wie es weitergeht, und trotzdem darauf vertrauen, dass ich nicht alles heute entscheiden und nicht alles selbst kontrollieren muss.
Früher hätte mich manches vielleicht länger beschäftigt, hätte mich stärker aufgewühlt oder mir den Schlaf geraubt. Heute gelingt es mir viel häufiger, einen Schritt zurückzutreten, innezuhalten und wieder Vertrauen zu finden.
Nicht immer sofort. Aber immer öfter.
Und genau darin spüre ich, wie sehr sich durch Reiki etwas in mir verändert hat. Über die Jahre ist mein Vertrauen gewachsen – in mich selbst, in meinen eigenen Weg, in das Leben und in diese universelle Energie, mit der ich mich durch die Reiki-Praxis verbinde.
Ich muss nicht immer sofort wissen, warum etwas geschieht. Ich muss nicht den gesamten Weg überblicken. Es reicht, wenn ich den nächsten Schritt sehen kann.
Und manchmal bedeutet Vertrauen auch einfach, die Hände aufzulegen, tief durchzuatmen und für einen Moment loszulassen, was ich gerade nicht lösen kann.
Dann entsteht wieder dieses Gefühl: Ich darf vertrauen. Ich bin nicht hilflos. Ich kann etwas für mich tun. Und ich darf darauf vertrauen, dass sich der nächste Schritt zeigen wird, wenn es soweit ist.
Vielleicht liegt genau darin etwas sehr Menschliches: Wir lernen, wir wachsen und entwickeln uns weiter – und trotzdem bleiben wir Menschen mit unseren eigenen Geschichten, Erfahrungen und Themen.
Wir müssen nicht irgendwann an einem Punkt angekommen sein, an dem wir keine Angst mehr haben, uns nicht mehr ärgern oder jede Herausforderung mit vollkommener Gelassenheit annehmen. Auch nach fast 20 Jahren Reiki bin ich nicht „fertig“.
Aber ich bin anders geworden.
Vielleicht bedeutet Entwicklung deshalb nicht, dass all das Schwierige irgendwann vollständig verschwindet. Vielleicht bedeutet sie vielmehr, dass wir lernen, anders damit umzugehen. Dass wir uns selbst immer besser verstehen, immer wieder zu uns zurückfinden und uns auch in schwierigen Momenten Halt geben können.
Und vielleicht gehört genau dazu auch das Vertrauen: darauf, dass unser Weg weitergeht – selbst dann, wenn wir noch nicht wissen, wohin er uns führt.
Reiki hat mir nicht beigebracht, wie ich ein Leben ohne Herausforderungen führen kann. Das wäre auch gar nicht das Leben, das ich mir wünsche.
Es hat mir vielmehr gezeigt, wie ich mir selbst begegnen kann, wenn Herausforderungen da sind.
Ich kann mich zurückziehen, die Hände auflegen, bewusst atmen und wieder bei mir ankommen. Ich kann für einen Moment aus dem Gedankenkarussell aussteigen und mich daran erinnern, dass ich nicht sofort eine Lösung finden muss.
Ich habe etwas in der HAND.
Etwas, das ich jederzeit für mich nutzen kann. Nicht, um alles kontrollieren zu können oder um schwierige Situationen ungeschehen zu machen. Sondern um mich selbst nicht darin zu verlieren.
Das gibt mir Sicherheit. Und vielleicht ist genau das eine Form von Vertrauen: zu wissen, dass ich mir selbst etwas Gutes tun kann, wenn das Leben mich herausfordert.
Reiki hat mir gezeigt, dass Selbstfürsorge nicht bedeutet, darauf zu warten, dass es mir wieder gut geht. Ich kann selbst einen Schritt auf mich zugehen. Ich kann innehalten, mich sammeln und mir die Ruhe geben, die ich gerade brauche.
Und je öfter ich das tue, desto mehr wächst das Vertrauen.
Nicht das Vertrauen, dass immer alles so geschehen wird, wie ich es mir wünsche. Sondern ein tieferes Vertrauen darin, dass ich auch mit dem umgehen kann, was das Leben mir bringt.
Vielleicht ist genau das für mich eines der größten Geschenke von Reiki:
Vertrauen bedeutet, dass ich darauf vertraue, meinen Weg gehen zu können – auch dann, wenn ich manchmal noch nicht weiß, wohin er führt.
Schritt für Schritt. In meinem eigenen Tempo. Und mit dem Wissen, dass ich mich immer wieder mit der Reiki-Energie verbinden kann, wenn ich Halt und Unterstützung, oder einfach einen Moment Pause brauche.
Wir müssen nicht am Ende des Weges angekommen sein.
Wir müssen keine Meister sein.
Wir dürfen Angst haben, uns sorgen, wütend werden, zweifeln und manchmal vergessen, dankbar zu sein. Und wir dürfen trotzdem immer wieder neu anfangen.
Reiki hat mich gelehrt, dass ich mir selbst Halt geben kann. Dass ich innehalten, für mich sorgen und mich mit einer Kraft verbinden darf, die größer ist als das, was ich gerade sehen oder verstehen kann.
Ich muss nicht wissen, wohin der Weg führt.
Ich darf darauf vertrauen, dass ich den nächsten Schritt gehen kann.
Schritt für Schritt.
Mit Vertrauen in mich selbst.
Mit Vertrauen in das Leben.
Mit Vertrauen in die Reiki-Energie.

In diesem Blog teile ich Wissenswertes über das traditionelle Usui Reiki, spirituelle Impulse und Gedanken, die den Alltag mit mehr Achtsamkeit, Vertrauen und innerer Verbundenheit bereichern können.
Jeder Lichtblick ist eine Einladung zum Innehalten. Vielleicht begleitet Sie der eine oder andere Gedanke ein Stück auf Ihrem Weg.

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ist jetzt.
ICH FREUE MICH AUF DICH
Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung
bin ich gerne für dich da.
© 2026 Dr.rer.nat. Petra Tielen